Projektarbeit

Projektarbeit 2018-07-05T20:16:07+00:00

Filmgruppe: Mit einem Film Einstellungen ändern

Wir sind sechs filmbegeisterte junge Menschen: Akin, Celine, Georgiy, Maria, Natan und Raphaela. Kennengelernt haben wir uns vor etwa einem knappen halben Jahr bei YouthBridge. Als Filmcrew des YouthBridge-Projekts wollten wir gerne unseren Beitrag zum diesjährigen Filmwettbewerb für Jugendliche des DOK.fests München einreichen.

Es musste sehr schnell und intensiv gearbeitet werden, da wir erst Mitte Januar mit der Arbeit an unserem Film beginnen konnten und die Deadline am 20. März uns durchaus etwas Druck gemacht hat.

Das Thema lautete „Das Andere sehen“, was ja sehr gut zu unserem YouthBridge-Projekt passt. Um uns in das Thema Dokumentarfilm einzuarbeiten, haben wir Anfang Februar einen Workshop der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) in Kooperation mit dem Dok.fest München besucht. Dort haben wir uns über die wichtigsten Punkte, die es beim Konzipieren und Produzieren eines Dokumentarfilms zu beachten gilt, informiert.

Daraufhin haben wir uns Gedanken über das Thema gemacht und uns in die Recherche gestürzt. Wir wollten interessante Menschen porträtieren, die in München leben und in gewisser Weise von der „Norm“ abweichen. Es ging uns darum, im Fremden Vertrautes und im Vertrauten überraschende Elemente zu finden und aufzuzeigen, herauszufinden, was diese Menschen einzigartig macht und was sie eint.

Mit unserem Film wollen wir zeigen, dass es keine Rolle spielt, wie unterschiedlich die Menschen sind, welche verschiedenen Interessen und Lebenswege sie haben und was sie trennt, weil jeder dieser Menschen einen Sinn und ein Ziel im Leben hat, das er oder sie anstrebt, weswegen auch jeder Mensch die gleichen Rechte auf Leben und freie Entfaltung besitzen sollte. Mit dem Film können wir vielleicht etwas bewirken und an der Einstellung anderer rütteln.

Wir haben drei sehr besondere Protagonisten gefunden, die sich bereit erklärt haben, von uns je einen halben Tag lang mit der Kamera begleitet zu werden. Für die angenehme und spannende Zusammenarbeit bedanken wir uns bei: Axel Bahro, Puppenspieler und -bauer, Barbara Weber, Journalistin und Doku-Filmmacherin, sowie Frank Libal, Musiker und Mitbegründer des Giesinger Rockpalastes.

Um beim Dreh möglichst gut vorbereitet zu sein, haben wir uns im Vorfeld über unsere Gäste informiert und uns Fragen für sie überlegt. Wir hatten die Idee, dass es schön sein könnte, die drei in ihrem natürlichen Habitat zu begleiten. Deswegen haben wir mit Axel und Frank an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz und mit Barbara an Orten in München, an denen sie sich gerne aufhält, gedreht. Anschließend haben wir das gesamte Material gesichtet, viel diskutiert und mehrere Schnittvorschläge erstellt. Zudem haben wir auch Ton-Aufnahmen gemacht und nach passender Musik gesucht. Nach und nach hat sich dann unser knapp 20-minütiger Film herauskristallisiert.

Diese Arbeit war für uns eine ganz tolle Erfahrung, die uns sehr viel Spaß gemacht und uns einiges beigebracht hat!

Mediengruppe: Seminar zum Thema Interview mit der BR-Journalistin Dr. Helga Montag, oder: Ein Donnerstagnachmittag mit Frau Montag

Die Mediengruppe erstellt Porträts von allen YouthBridge-Teilnehmern, die veröffentlicht und ausgestellt werden. Die Porträts werden also die YouthBridge-Visitenkarte. Und damit die Visitenkarte professionell gestaltet wird, war am 22. Februar die BR-Journalistin Dr. Helga Montag bei der Mediengruppe zu Besuch. Helga Montag hat jahrzehntelange Erfahrung als Journalistin. Seit 1990 geht sie unter anderem der Nuklearkatastrophe, die sich 1986 in Tschernobyl (Ukraine) ereignete, nach. Sie traf sich mit Politikern, Wissenschaftlern und Ärzten, um die Wahrheit über das Reaktorunglück zu erfahren. Darüber hinaus ist Helga Montag Vorstandsmitglied des Vereins „Journalisten helfen Journalisten“, der 1993 gegründet wurde und sich weltweit für Journalisten einsetzt, die in Not geraten sind.

Für die Porträts der Youbies benötigen wir Informationen. Wir haben also das Thema Interview behandelt. An einigen Beispielen zeigte uns Frau Montag, wie ein Interview aussehen kann, was bei der Durchführung eines Interviews zu beachten ist und was man dabei vermeiden sollte. Wie geht man bei dieser Darstellungsform vor?

Zuerst sollte man sich klarmachen, ob ein Interview überhaupt sinnvoll ist. Dabei sollte geklärt werden, ob es möglich ist, den Beitrag kurz zu gestalten, ob das Thema aktuell und konflikthaltig ist, damit es möglichst interessant wirkt. Man sollte sich auch überlegen, wie man das Interview umsetzen will. Ein Videobeitrag ist beispielsweise besonders spannend, wenn man die Körpersprache und Mimik der Menschen zu sehen bekommt. Ein Radiointerview nimmt die Zuhörer dann mit, wenn sie Stimmungs- und auch Stimmveränderungen verspüren. Außerdem ist es wichtig, mit der Person, die man interviewt, ein Vorgespräch zu führen, um Fragen zu klären und eine Beziehung zu der Person aufzubauen.

Frau Montag hat uns auch erklärt, was bei der Durchführung des Interviews zu beachten ist. Unter anderem sollte man zuhören und antworten, aber auch Reaktion zeigen und improvisieren können. Die Journalistin verriet uns weitere Tipps: So sollte man gut vorbereitet sein, konkret und direkt fragen, auch kontroverse Themen ansprechen und Pausen abwarten. Darüber hinaus sollten die Interviewenden geschlossene, suggestive und vorher abgesprochene Fragen vermeiden. Fragen, der der Interviewte nicht beantworten kann, sollten nicht gestellt werden.

Frau Montags Besuch war sehr informationsreich und wir haben viel Neues gelernt. Dabei hatten wir auch die Möglichkeit, ihr allgemeine Fragen zu ihrem Beruf als Journalistin, für den sich viele von uns interessieren, zu stellen.