YouthBridge ist ein Projekt der Europäischen Janusz Korczak Akademie in dem Jugendliche unterschiedlichster Herkunft, Muttersprache und Religion ein zweijähriges Leadership-Programm absolvieren. Mit dem neu erworbenen Wissen und Können setzen die Jugendlichen eigene soziale, mediale und kulturelle Initiativen um und bauen Brücken zwischen verschiedenen Communities. YouthBridge schafft in München Vielfalt, Kreativität und Miteinander und bekämpft Hass, Ausgrenzung und Radikalisierung!

Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.
Sonnenstraße 8
80331 München

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Neues von YouthBridge

1 day ago

YouthBridge München

Unsere Nürnberg-Bildungsfahrt: jüdische Stadtgeschichte

Der Fokus unserer Stadtführung lag auf der jüdischen Geschichte Nürnbergs. Besonders überraschend: Unsere erste Station war eine christliche Kirche. Unser Stadtführer forderte uns auf, dass wir uns die eingravierten Statuen über dem Portal genauer anschauen. In der in Stein gemeißelten Szene war Jesus Christus zu erkennen, wie er darüber entscheidet, welche Menschen nach dem Tod würdig für den Himmel sind. Unter Jesus war der Teufel zu erkennen, der die Menschen, die nicht würdig sind, in die Hölle führt. Dabei fällt auf, dass der erste Mensch, den der Teufel in die Hölle führt, einen Spitzhut trägt, der in Nürnberg das Erkennungsmerkmal für Juden war.
Als wir die nächste Gravierung über einem Kirchentor sehen, wiederholt sich das Motiv auf eine ähnliche Weise: Ein Mann mit einem Spitzhut versucht, einen christlichen Sarg zu entweihen, woraufhin seine Hand von dem christlichen Gott verkrüppelt wird. An dieser Kirche befindet sich auch eine relativ kleine, schwer erkennbare Statue. Unser Stadtführer erzählte uns, dass auf der Statue ein Schwein dargestellt wird, das von einem jüdischen Mann gefüttert wird, während zwei weitere jüdische Männer an den Zitzen des Schweins saugen und ein vierter die Exkremente des Tieres aufsammelt. Da das Schwein sowohl im jüdischen als auch im christlichen Glauben als niederes Tier gilt, ist diese Darstellung höchst demütigend und entwürdigend. Zusätzlich lässt sich aus dieser Darstellung die Beleidigung „Judensau“ ableiten. Diese Statue zeigt in die Richtung des ehemaligen jüdischen Viertels der Stadt.
Nürnberg hatte im Mittelalter eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Sie musste aber zahlreiche Pogrome über sich ergehen lassen.
Heute ist das jüdische Leben in Nürnberg viel hoffnungsvoller. Nürnberg hat eine kleine, aber stabile jüdische Gemeinde, deren Mitgliederzahl stetig wächst. Was wir bei der Stadtführung gelernt haben: Damit die Menschen in Nürnberg gut zusammenleben, ist es wichtig, dass sie aus ihrer Stadtgeschichte lernen. #nürnberg #bildungsreise #youthbridgemunich #youthbridge #youbies @ Nuremberg
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3 days ago

YouthBridge München

Unsere Nürnberg-Bildungsfahrt: Abendprogramm Menschenrechte

Bei unseren Exkursionen sind die Teambuilding-Abende immer beliebt, besonders die von Nastja Komerloh. Die gesamte Gruppe versammelte sich im Eckstein-Kulturzentrum und teilte sich in fünf Gruppen mit jeweils vier YouBies auf. Anschließend ging es darum, in jedem der sechs Spiele herauszustechen, um möglichst viele Punkte für sich und sein Team zu sammeln. Die Spiele waren dabei alle unterschiedlich: Zuerst spielten wir „Intuition“, bei dem wir aus zehn Personen-Fotos fünf heraussuchen mussten, die eine vorher bestimmte Gemeinsamkeit vereinte. Danach kam „IQ-Space“, bei dem das gesamte Team sein Wissen in einem klassischen Quiz auf die Probe stellen musste. Das nächste Spiel: „Alle für Einen und Einer für Alle“, bei dem immer ein YouBie den Raum verlassen und unabhängig von seinem Team zehn Assoziationen mit dem Begriff „Menschenrechte“ aufschreiben sollte. Anschließend haben wir die Assoziationen der Teams mit denen der „unabhängigen“ YouBies verglichen, wobei jede Übereinstimmung einen Punkt gebracht hat. Mit dem Spiel „Melomane“ ging es weiter: Google übersetzte Songs in die deutsche Sprache und wir mussten sie anhand der Texte auf Deutsch erkennen. Beim fünften Spiel „Menschenrechte andersrum“ mussten wir ein rückwärts vorgelesenes Wort entziffern, so schnell wie möglich, wobei alle Begriffe thematisch mit unserem neu erworbenem Wissen über die Menschenrechte verknüpft waren. Das letzte Spiel: „Kinoleinwand vs. Leinwand“: vier zufällig gezogene Filme in nur zwei Minuten allein durchs Zeichnen dem Team darstellen.
Was für eine Spannung bei jedem einzelnen Spiel! Wir waren hoch konzentriert, um unsere beste Leistung zu zeigen. Dazu kam das gemeinsame Jubeln über jede richtige Antwort und jedes gewonnene Spiel. Der Abend hat uns noch stärker zusammengeschweißt! #youthbridge #youbies #nürnberg #bildungsreise #menschenrechte #abendprogramm @ Nuremberg
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6 days ago

YouthBridge München

What do you notice when you compare these pictures?
There’s a little more than a year and a whole pandemic in between those pictures taken!
Since YouthBridge originated as @youthbridgeny “YouthBridge New York“ from the United States 🇺🇸, we wanted to form a connection to those likeminded people, who inspired us to bring their project to Munich. Since it isn’t clear when we will be able to visit them physically, we started to get to know them virtually, using Zoom. After a quick introduction from everyone, we played a game, in which people from Germany could make topic-based assumptions about America, and vice versa. 🌉 After the assumptions are made, the people who actually live in the country could share their opinion on the topic and the assumptions made, which lead to several funny and interesting discussions. The distance between both our projects appears so small, when our values and ideas are the same! We’re looking forward to get to know you better YouthBridge New York🗽!🤝#youthbridge #youthbridgeny #youthbridgemunich #youbies #youbiefamily #zoom @ Manhattan, New York
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6 days ago

YouthBridge München

Unsere Nürnberg-Bildungsfahrt: Stadt des Friedens und der Menschenrechte

Die Stadt Nürnberg meistert die doppelte Herausforderung vorbildlich: Sie klärt die Menschen mit ganzer Kraft über ihre nationalsozialistische Vergangenheit auf und blickt gleichzeitig als Stadt des Friedens und der Menschenrechte optimistisch in die Zukunft.

Mitten in der Stadt wurde eine Straße ausgewählt, die den Frieden und die Menschenrechte repräsentiert. Der Bildhauer Dani Karavan hatte die Idee, die Kartäusergasse 1 mit einem Eingangstor, 27 Säulen und einer Säuleneiche zu versehen. Die riesigen Säulen ragen 8 Meter in die Höhe. In ihnen ist jeweils ein Menschenrecht eingraviert, immer zweisprachig, auf Deutsch und stets einer weiteren Sprache, die auf unserer Welt gesprochen wird. Wir YouBies wussten sogar meistens nicht, um welche Sprache es sich handelt. Die Säuleneiche repräsentiert zudem alle Sprachen auf der Welt, da es aus Platzmangel nicht alle auf eine Säule geschafft haben.

In Nürnberg wird auch der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis an Menschen verliehen, die persönliche Risiken auf sich nehmen, um die Menschenrechte auf der ganzen Welt zu schützen. Dabei kommt es immer wieder zu außergewöhnlichen Ereignissen. Die wahre Identität des Kriegsfotografen „Cäsar“ ist den Preisverleihern zum Beispiel bis heute nicht bekannt, da es für ihn zu gefährlich wäre, sich zu erkennen zu geben. Auch der chilenische Menschenrechtsaktivist Rodrigo Mundaca konnte seinen Preis nicht annehmen, da er Chile nicht verlassen kann. Er kämpft in seinem Land nämlich rund um die Uhr gegen den Wasserdiebstahl. Auf eine spätere Einladung reagierte er mit schwarzem Humor: „Ich komme gerne, wenn ich bis dahin noch am Leben bin.“

Die Straße der Menschenrechte ist ein besonderer Ort, den wir lange auf uns haben einwirken lassen. Wir sind beeindruckt davon, wie aus einer Stadt, in der so viel
Schreckliches passiert ist, die Hoffnung auf eine bessere Welt aufblüht. #youthbridgemunich #youthbridge #youbie #menschenrechte #nürnberg #ejka @ Way to Human Rights
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1 week ago

YouthBridge München

Unsere Nürnberg-Bildungsfahrt: Kamingespräch mit Stadträtin Diana Liberova

In Nürnberg angekommen, ging es gleich los: Kamingespräch mit der Stadträtin Diana Liberova. Diana berichtet, dass sie sich im Stadtrat besonders in der Schul- und Bildungspolitik engagiert. Als Jugendliche werden wir hellhörig und haben viel Diskussionsbedarf. Viele von uns YouBies haben nämlich nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit der Schule gemacht und wollen Verbesserungen. Diana erläutert, was in Nürnberg getestet wird: u.a. die Möglichkeit, dass jeder Schüler individuell entscheiden kann, wann er bereit ist, eine Klausur zu schreiben. Jedoch erklärt sie auch, wie schwierig es ist, das Schulsystem zu reformieren. Nächstes Thema: Die Schwierigkeiten, die Diana als Frau in der Politik begleiten. Das ist aber nicht nur herausfordernd, sondern kann mitunter auch lustig sein: Weil sie einmal keinen Babysitter finden konnte, hat ihr Kind schon als Baby Erfahrung im Haushaltsausschuss gesammelt. Dianas Ziel ist es auch, die jüdische Community in Nürnberg zu stärken. Die Nürnberger jüdische Gemeinde sei nicht besonders groß und daher müsse jedes Recht, das andere Gemeinden längst hätten, hart erkämpft werden. Uns hat Dianas offene und herzliche Art sehr gefallen und wir haben wertvolle Einblicke in die Politik der Stadt Nürnberg bekommen. Ein perfekter Auftakt für unsere Bildungsfahrt!👍 @ Nürnberger Burg
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