Digitalisierung und Demokratie: YouBies moderieren Podiumsdiskussion bei der Langen Nacht der Demokratie

Digitalisierung und Demokratie: YouBies moderieren Podiumsdiskussion bei der Langen Nacht der Demokratie2018-10-10T08:32:31+00:00

Die Idee, eine Podiumsdiskussion zu organisieren, kam Silas und mir vor ungefähr einem halben Jahr. Wir hielten es für notwendig, über das Thema Digitalisierung zu sprechen und es aus jugendlicher Perspektive zu beleuchten, da Digitalisierung am meisten uns betrifft.
Uns ging es darum, zu erfahren, wie sich die digitale Revolution auf unsere Demokratie ausgewirkt hat und welche Änderungen sie noch bringen wird.

Unsere Gäste waren Sophie Pornschlegel (Projektmanagerin Progressives Zentrum), Bernd Wagner (Regional Vice President Salesforce) und Andreas Keck (FDP-Landtagskandidat). Sie haben unsere Fragen mit vielen unterschiedlichen Argumenten und Gesichtspunkten erörtert.

Wir haben am Anfang darüber gesprochen, wie sehr sich Digitalisierung bzw. die Nutzung von Social Media auf die politische Meinungsbildung auswirkt und welche positiven, aber auch negativen Effekte dies haben kann. Es war zum Beispiel die Rede von der Medienkompetenz, die notwendig sei, damit Jugendliche die konsumierten Medien reflektieren können. In den Schulen werde diese Kompetenz jedoch nicht vermittelt.
Eine spannende Frage, bei der sich Herr Keck, Herr Wagner und Frau Pornschlegel widersprochen haben, war die Frage, warum Deutschland Angst vor der Digitalisierung habe. Herr Keck hat dieser Aussage zugestimmt und meinte, es habe viel damit zu tun, dass in Deutschland eine generelle Skepsis herrscht, wenn es um technische Neuerungen geht. Vor allem beim Thema Digitalisierung hätten viele Bürger zu viel Angst und würden sich zu viele Sorgen um Datenschutz machen. Herr Wagner wiederum meinte, dass es in Deutschland keine Digitalisierungsskepsis gebe. Er zumindest sei der Meinung, dass aus Deutschland viele neue Ideen kämen. Frau Pornschlegel hat noch unterstrichen, dass eine gewisse Vorsicht beim Thema Datenschutz sogar zu begrüßen ist.

Darauf aufbauend baten wir die Teilnehmer um ihre Einschätzung: Was wiegt schwerer? Eine transparente Politik oder die Gefahr eines gläsernen Bürgers? Die Teilnehmer waren sich, dass zuerst die Wahrung der Privatsphäre im Internet gewährleistet werden muss und dann an der Transparenz gearbeitet werden kann.

Es war ein interessantes und ergiebiges Gespräch. Es wurden Meinungen ausgetauscht und eine sehr konstruktive Diskussion geführt, die es den Gästen ermöglicht hat, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Natan Bilga